Oweia, mein neues Buch von Dimitri Verhulst hat meine Erwartungen total übertroffen. Beim Kauf war es ja eingeschweißt, konnte also nicht mal „probelesen“. Er schreibt recht trocken mit viel Ironie, bzw. überspitzter Realität. Kurz: genau mein Geschmack. Musste mich heute in der Bahn zusammenreißen nicht lautzulachen, diese Naivität mit Freundlichkeit gekoppelt einfach süss und zeitgleich sooo tiefsinnig, aber überzeugt euch selbst (abtipp):

„Da Maqsood den Glauben an die Menschlichkeit nicht verliert, wird er schon sein Leben lang von der gesamten Menschheit aufs Kreuz gelegt. Er ist ein naiver Typ und damit der ideale Ehemann, aber der Weg zu einer Frau ist mit Gefahren gepflastert, die er selbst nie wittert. Wenn wir an einer Kneipe vorbeikommen, in der sich reintheoretisch seine zukünftige Flamme aufhalten könnte, an der Theke gelangweilt Zigaretten paffend, alle naselang auf die Toilette rennend, um sich die Lippen nachzuziehen, ständig den Barkeeper breit anlachend, der mit dem Ausschenken von genügend Bier alle Hände voll zu zun hat, damit seine Kundschaft wenigstens weiter  breit lacht … dann denkt Maqsood, alle in der Kneipe haben nur auf ihn gewartet. >>Da, schau mal, nette Leute!<<  Die bekommt man nicht jeden Tag zu sehen, also fragte ich, wo.

>>Da, an der Tür von dem Lokal, die winken uns zu.<<

>>Los, weiter, Maqsood, das ist der Hitlergruß.<< Doch da es Grüße in tausenderlei varianten gibt und in der unsozialen westlichen Welt ohnehin schon  so wenig gegrüßt wird, erwiderte Maqsood den Hitlergruß freundlich. Lächelnd. Hitlergrüße auch an Ihre Mutter und an alle Ihre Schwestern. Da machten wir dann den Coopertest, verfolgt von vierzehn Glatzen mit einer Mission. Das bewusste Lokal hieß Willkommen.“

Wer Fehler findet, darf sie behalten, kommt vom Abtippen *hächel*