Genau in diesem Moment nießt, schnaubt oder juckt sich ein Mensch, aufgrund von Allergie. Ich selbst leide auch unter dem Einfluss der Pollen, obwohl ich schon eine Immunisierung hinter mir habe, aber bei starken Pollenflug hab ich auch wieder Probleme. Zwar nicht mehr so schlimm wie früher, aber es nervt trotzdem, wenn die Augen jucken und die Nase läuft …
Da ich zudem ein absoluter Medikamenten-Verweigerer bin, würde ich auch nie Anti-Allergene nehmen.
Die Frage allerdings ist doch, warum haben soviele diese Neuartige-Massenkrankheit. Liegt es an den Lebensmitteln oder an der besseren Hygiene heutzutage. Sind wir zuwenig krank, dass sich unser Immunsystem mit so Kleinigkeiten befässt.
Ein Ansatz liefert die BSMO mit einem Artikel gefunden auf Lifeline:
„Warum es immer mehr Allergiker gibt Rote Augen und tropfende Nasen – sie gehören im Frühling fast schon ins Straßenbild. Jeder fünfte Erwachsene leidet heute unter Heuschnupfen. Anfang der 90er-Jahre war es nur jeder Zehnte. Bei Kindern fällt die Bilanz noch trüber aus: 25% von ihnen leiden unter Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis, so die Arbeitsgruppe für Pneumologie und Immunologie der Charité Berlin.
Für die steigende Verbreitung von Allergien in den Industrienationen gibt es verschiedene Erklärungsmodelle – das wohl bekannteste ist die Hygienehypothese, auch „Schmuddelhypothese“ genannt.
Immunsystem von Landkindern offenbar besser trainiertAnhänger dieser Theorie verweisen auf die geringe Allergierate von Kindern, die auf dem Bauernhof aufwachsen: Ländlicher Nachwuchs müsse sich schon früh im Leben mit Bakterien, Parasiten und Würmern auseinander setze, und dies trainiere die Abwehrkräfte. Werde das Immunsystem dagegen durch echte Krankheitserreger in den ersten Lebensjahren kaum gefordert, suche es sich andere Gegner. Dies seien dann meistens harmlose Stoffe wie Blütenpollen oder bestimmte Nahrungsmittel. Sicherlich kommen auch Stadtkinder mit Schmutz in Berührung, doch längst nicht in dem Grad, wie dies bei Mädchen und Jungen auf dem Lande der Fall ist. Außerdem ist die Zeit, die sie im Freien verbringen, über die letzten Jahrzehnte deutlich zurückgegangen. Hinzu kommt: Stadteltern sind eher bemüht, ihre Kinder von Schmutz fern zu halten.
Pollen verändern sich möglicherweise durch LuftschadstoffeEs gibt zudem Wissenschaftler, die die große Zahl von Allergikern mit der steigenden Umweltverschmutzung begründen, sagt Prof. Walter Dorsch von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI). Die hohe Belastung der Luft mit Schadstoffen wie Ozon und Dieselabgasen veranlasse viele Baumarten – wie die Birke – zur Produktion von Stressproteinen. Diese Eiweißstoffe können beim Menschen vermutlich Allergien auslösen. Sie sind, medizinisch ausgedrückt, stark allergen.
Gut isolierte Räume fördern SchimmelpilzModerne Wohnumgebungen können ebenfalls Allergien fördern, meint Dorsch. Viele Häuser sind heute so gut isoliert, dass bei geschlossenem Fenster kaum ein Luftaustausch zwischen Drinnen und Draußen stattfindet. „In alten, unsanierten Bauernhäusern gibt’s hingegen immer eine Zwangsentlüftung“, sagt der Kinderarzt und Allergologe aus München. Darum sind in Gebäuden ohne moderne Kunststoffrahmen Schimmelpilze, die zu allergischen Reaktionen der Atemwege führen können, höchst selten. Durch den ständigen Luftaustausch wird es nie so feucht, dass sich die Sporen vermehren können. (kig)
Autor: BSMO Redaktion
Stand: 12-06-2003″
Und was macht die Forschung dagegen:
„Genveränderungen an Lebensmitteln im Sinne von Allergikern? Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck daran, durch Genveränderungen an Obst und Gemüse das Allergenpotential zu verringern und so Lebensmittelallergikern die Auswahl verträglicher Nahrungsmittel zu erleichtern. Eine erste allergenreduzierte; Tomatensorte gibt es schon.Die Technik könnte den eingeschränkten Speiseplan von Allergikern erweitern und deren Lebensqualität verbessern, lobt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Gemeint ist eine spezielle genetische Methode: die RNAi-Technik. Jenes Gen, das den Bauplan für den allergieauslösenden Stoff enthält, wird stillgelegt. Dazu schleusen die Forscher künstliche DNA-Stücke ein. Nachdem das Gen ausgeschaltet ist, erzeugt das Knock-out-Gemüse so gut wie kein Allergen mehr. Die Pflanze sieht genauso aus wie eine herkömmliche Tomatenstaude;, betont Dr. Yvonne Lorenz, die Anfang März den Max-Rubner-Preis für ihre Forschung erhielt. Allerdings lässt sich nicht jedes Allergen ausschalten, manche sind auch für Pflanzenwachstum und anderes notwendig. Zudem ist die Akzeptanz der Allergiker zurückhaltend. Befragte Verbraucher in Spanien, Österreich und Holland lehnten den Verzehr genveränderter Früchte ab.
Weitere Details zur Studie findet Sie unter www.dge.de, Suchwort Lorenz.“
Genau das haben wir gebraucht, nochweniger Natur und mehr genetische Veränderung. Ich bin auch der Meinung wir sind zu verweichlicht, der Körper ist dadurch irritiert und nimmt jede Kleinigkeit, um es zu bekämpfen.
Vielleicht langweilt sich das Immunsystem?
Mai 26, 2007 at 7:05
Ich hoffe ,daß du nur unter dem Einfluß der Pollen leidest und nicht der Polen
Mai 26, 2007 at 9:18
Auweia, was habe ich denn da verzapft
Das ist was gaaaanz anderes *lach*
Hab ich gleich mal korrigiert, nicht dass das jemand in den falschen Hals bekommt.
Mai 26, 2007 at 9:49
Er kann doch auch Nord- und Südpol meinen. Das sind zwei ganz schlimme Wichte..
@Daisy: Erstmal sorry, das ich das sag. Aber ich denks jedesmal bei dayc
Tja, diese Theorie, dass wir alle verwichlicht sind.. Ich weiß nicht so recht.
Früher haben in den Städten genauso Menschen gelebt, und es gibt, soweit ich weiß, keine Quellen, die behaupten, dass die Kinder aus reicheren Elternhäusern, wo es sauberer war als bei armen Leuten, Allergien und so hatten.
Überhaupt kommt es mir so vor, als ob Allergien eine Erfindung der neuen Neuzeit sind… Selbst aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges ist mir sogut wie nix über Allergien bekannt, dir etwa?
Vielleicht liegts wirklich daran, dass das Immunsystem in Ermangelung von wirklichen Problemen auf eigentlich normale Dinge reagiert.
Vielleicht ist die Umwelt ja schon so verändert, dass das Immunsystem in manchen Stoffen Schadstoffe erkennt, wo es vor 100 Jahren nix gemacht hätte.
Keine Ahnung, ich weiß nur, dass mich meine Allergie nervt-.-
Mai 26, 2007 at 9:55
Ich wusste garnicht, dass du auch ein Leidender bist? Hm, naja ich probier zur Zeit durch Mentale-Unterdrückung den Heuschnupfen einzudämmen. Ich glaub es hilft, kann aber auch sein, dass ich nur bekloppt bin
Mai 26, 2007 at 10:00
Naja, hab ne äußerst seltsame Allergie. Sobald ich mal irgendwo inner Sonne bin und irgendwelche Pflanzen um mich habe, krieg ich so kleine, entsetzlich juckende Stellen aufer Haut.
Sieht aus wie Gänsehaut, is aber heiß und verleitet zum Kratzen :/
Mai 26, 2007 at 10:44
Vielleicht ne Sonnenallergie?
Mai 27, 2007 at 10:08
Ne, dann würd ich ja gar keine Sonne vertragen. Muss an irgendwelchen in unseren Regionen überall vorkommenden Pflanzen liegen.
Mai 28, 2007 at 2:23
Meine persönliche Theorie: Das liegt am Impfwahn. Früher hatten wir als Kinder Masern, Mumps, Scharlach, Röteln und Windpocken, quasi Massiv-Angriff aufs Immunsystem. Hat uns stark gemacht. Grippe hatten wir auch, Keuchhusten sowieso. Und Zecken? Ohne Ende. Heute wird gegen jeden Scheiß geimpft. Keine Chance mehr, mal ne richtige Krankheit durchzumachen.
Folge: Immunsystem verweichlicht und dreht durch.
Mai 28, 2007 at 2:55
Hm naja, ich bin fast gegen nichts Geimpft und hatte auch die meist genannten Krankheiten von dir. Aber am Immunsystem liegts sicher. Mein Chef meinte auch, das es früher total üblich war, mal Würmer zu haben. Sowas kennt man heut zutage garnicht mehr.